Zahlreiche Gäste nutzten die besondere Gelegenheit zum Besuch im Privatgarten der Familie Steinweg.
Foto: J Film & Fotografie

Viel Natur und Fachwissen und Einblicke in einen ganz besonderen Privatgarten gab es am vergangenen Freitag (6. Juni) beim Salongespräch des Kunst- und Kulturvereins in Zusammenarbeit mit der VHS. Gastgeberin war die Floristin Susanne Steinweg, die seit mittlerweile 15 Jahren an ihrem Garten arbeitet. „Angefangen haben wir nur mit einer Wiese“, erzählte sie. Etwa zwei Stunden am Tag arbeitet sie an ihrem Naturparadies, das immer weiter wächst. Die Veranstaltung bot einen ganz besonderen Einblick in ihren Traumgarten.

Ideen aus Zeitschriften

Nach der Begrüßung mit einem Glas Sekt und musikalischer Begleitung durch Theresa Haarmann (Geige) und Julian Müller (Klavier) begann das Gespräch für alle Gäste, die ein Ticket für die Veranstaltung ergattert hatten. Susanne Steinweg führte zusammen mit ihrem Onkel Hubert Steinweg, der selbst Gärtner ist, die Runde Gartenfreunde in kleinen Gruppen bei einem „Flaniergespräch“ durch die grüne Oase. „Ich zeige, welche Stauden ich habe und welche Tipps und Erfahrungen ich dazu geben kann“, freute sich Steinweg. Danach stand sie selbstverständlich auch für Fragen zur Verfügung, bis alle Fragen geklärt waren. Zwischendurch gab es eine Stärkung in Form von kleinen Häppchen.

Die Inspiration für ihren eigenen Garten holt sich die Floristin vor allem aus Gartenzeitschriften und auf Gartenmessen: „Ich bin aber generell ein sehr kreativer Mensch, gehe viel durch Gärten und mache viele Gartenreisen“, erklärte sie. So habe sie beispielsweise schon das bekannte Gartenfestival „Domaine de Chaumont-sur-Loire“ in Frankreich und das „Jersey Garden Festival“ in den USA besucht. Für die gelernte Floristin ist ihr Garten etwas ganz Besonderes. Jeden Morgen frühstückt sie auf ihrer Terrasse. „Das ist mein absoluter Lieblingsplatz im Garten, weil ich hier schon ganz früh morgens die Sonne genießen kann“, erzählte sie. Es gibt Terrassen in alle Himmelsrichtungen, um den ganzen Tag die Sonne genießen zu können.

Aroniabeere: „beste Marmelade der Welt“

Besonders am Herzen liegt ihr auch ihr Mehrkohl: „Das ist meine Lieblingsstaude, sie sieht aus wie ein riesiges Schleierkraut. Er ist beständig, blüht sehr lange und hat danach einen interessanten Fruchtstand“, erzählte Steinweg.

Zusätzlich empfiehlt sie die Aroniabeere. Sie sehe ähnlich aus wie eine Johannisbeere und sei reif, sobald die Vögel sie fressen. „Dann muss man ganz schnell sein, denn daraus bekommt man die beste Marmelade der Welt”, erklärte sie.

Auch ihre ganz persönlichen Lieblinge, die Myrten, findet man an einigen Stellen in ihrem Garten. Früher waren diese an Brautsträußen als „Eheringe“ zu finden. Und auch die Weintrauben unter dem Glasdach sind für die Familie Steinweg von großem Nutzen: „Diese Weintrauben bringen nicht nur super leckeren Wein, sondern spenden im Winter Sonne und im Sommer Schatten unter unserem Glasdach.“

Dann hat die erfahrene Floristin und Gartenliebhaberin noch ein paar Tipps parat. Anfänger sollten sich zunächst um den passenden Standort für ihre Lieblingspflanzen kümmern. „Hortensien dürfen nicht in die pralle Sonne, Sonnenblumen nicht in den Schatten. Man muss seinen Garten ganz genau beobachten, um den richtigen Platz zu finden“, erklärt Steinweg. Wichtig sei auch, genau auf die Gestaltung zu achten und „Höhen und Tiefen mit einzuarbeiten“. Pflanzen sollte man nicht einzeln, sondern in Gruppen pflanzen. Vor allem bei Rosen sei nicht die Farbe das wichtigste Entscheidungskriterium, sondern die Wahl einer robusten Pflanze.

Es war eine ganz besondere Veranstaltung, bei der man einen ganz besonderen Eindruck von einem Traumgarten gewinnen konnte. Petra Kook, die erste Vorsitzende des Kunst- und Kulturvereins, bedankte sich, dass die Veranstaltung im Garten stattfinden durfte.

Quelle: Soester Anzeiger

Wie üblich wurde auch die Jubiläumsveranstaltung in Kooperation mit der Werler Volkshochschule organisiert und ausgerichtet. Als nächstes freuen sich beide auf das Frühschoppen im Rahmen des vhs-Jubiläums in Kooperation mit dem Förderverein Kürfürstliche Schlossruine Werl e. V., alle Infos sind im Veranstaltungskalemder zu finden.

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